Zecken-Borreliose

Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, gefährden jedes Jahr die Gesundheit von Mensch und Tier. Ein erschreckend hoher Anteil der Zecken beherbergt das Bakterium Borrelia burgdorferii, den Erreger der Infektionskrankheit Borreliose.

Untersuchungen zeigen, dass in Deutschland jede dritte bis vierte Zecke – in Hessen 39,6 % – verseucht ist. Der Krankheitserreger wird beim Blutsaugen auf das Wirtstier übertragen. Er kann bei Hunden nach anfänglichen Symptomen wie Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit schwere Gelenksentzündungen und Organschäden an den Nieren, am Herzen und am Nervensystems hervorrufen. Deren Behandlung ist zwar möglich, aber für den Patienten belastend, langwierig und teuer.

Praktisch jeder Hund kann sich infizieren, auch wenn er nur gelegentlich von Zecken befallen wird. Dem Risiko besonders ausgesetzt sind natürlich Hunde, die viel in zeckenreichen Gebieten unterwegs sind. Dazu gehören nicht nur Wälder mit lichtem Unterholz, sondern auch Stadtparks und naturnahe Gärten.

Wir möchten es daher nicht versäumen, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass es eine vorbeugende Impfung gegen Borreliose gibt, deren gute Verträglichkeit seit Jahren erprobt ist. Die Impfung sollte bevorzugt während der kalten Jahreszeit erfolgen bzw. begonnen werden. So wird der Hund mit einem optimalen Impfschutz versehen, bevor die Zeckensaison im März und damit das Infektionsrisiko beginnt.

Der erstmalige Aufbau des Impfschutzes besteht aus 2 Injektionen im Abstand von 3 bis 5 Wochen. Bereits geimpfte Hunde sollten jetzt ihren Impfschutz wieder auffrischen lassen. Zudem empfehlen wir einen guten Zeckenschutz am Hund, damit dieser die Zecken nicht auf seine »Familie« übertragen kann.

Für weitere Fragen bzw. eine Terminvereinbarung stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Thilo SchinkelZecken-Borreliose